Stottern und Schule

Schon am Anfang ihrer schulischen Laufbahn sammeln stotternde Schülerinnen und Schüler oft ablehnende, spöttische und diskriminierende Erfahrungen die sich mit Hänseleien wie „z.B. „Guckt mal der kann nicht einmal normal reden“ im alltäglichen Ablauf in einem hergehen.

Dabei stehen Lehrerinnen und Lehrer oft selbst hilflos der ungewohnten Situation gegenüber da sie die richtigen Verhaltensweisen für stotternde Menschen meistens nicht kennen.

Dabei wird die Schulzeit für Stotternde oft als unüberwindliches Horrorerlebnis wahrgenommen dem sie weder entziehen noch entfliehen können.

Daher bleiben stotternde Kinder oft mit ihrem Stottern in der Anonymität um nicht vor der gesamten Schulklasse als Stotterer erkannt zu werden. Hierdurch werden die Fähigkeiten und Leistungen stotternder Schüler oft nicht erkannt oder falsch eingeschätzt, die sich zum Schuljahresende in ihrer schulischen Leistungsbewertung negativ auswirken.

Der hessische Nachteilsausgleich für stotternde Schüler

Nach dem Erlass des hessischen Kultusministeriums vom 1.Juni 2006 können stotternde Schülerinnen und Schüler die mit der Sprechbehinderung bedingten Nachteile ausgleichen. Dabei sollte grundsätzlich angestrebt werden die mündliche Mitarbeit zu fördern und die Kommunikativen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Je nach schwere und Symptomatik die vom Einzelfall abhängig sind, könnte ihr Nachteilsausgleich wie folgt aussehen:

  • Durch das Breitstellen oder Zulassen von speziellen technischen und didaktischen Hilfsmitteln (z.B. Kassenrecorder, Videokamera oder Mp3 Player) kann es ihrem Kind ermöglicht werden, die beim Vortragbedingten Rahmenbedingungen vor einer größeren Gruppe zu verbessern.
  • Durch verlängerte Arbeitszeiten (z.B. bei mündliche Prüfungen) wird ihrem Kind eine unbefangener Sprechsituation ermöglicht, in dem es sich ohne zeitlichen Sprechdruck mitteilen und äußern kann.
  • Bindende Vereinbarungen innerhalb der Gruppe (wie z.B. beim lesen sitzen oder stehen bleiben zu dürfen oder nicht beim sprechen korrigiert oder unterbrochen zu werden) geben oftmals stotternden Menschen das Gefühl der Sprechruhe und Gelassenheit.
  • Bei dauerhaft anhaltenden und nicht verständlichen Sprechstörungen die ein kommunikatives Gespräch unmöglich machen, sind mündliche Prüfungen durch schriftliche Prüfungen mit dem gleichen Bewertungskritisieren vorzuziehen.

Für weitergehende Fragen steht Ihnen unser Verein als starker Partner gerne zur Seite!

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